Vaskuläre Hautveränderungen wie Teleangiektasien, Couperose, Rosacea und Besenreiser gezielt behandeln

Vaskuläre Hautveränderungen gehören zu den häufigen Behandlungsindikationen in der dermatologischen und ästhetisch-medizinischen Praxis. Dazu zählen unter anderem Teleangiektasien, Couperose, Angiome, Besenreiser sowie gefäßbedingte Hautrötungen bei Rosacea. Bei der modernen Laser-Gefäßbehandlung kommen abhängig von Gefäßdurchmesser, Gefäßtiefe, Lokalisation und Hauttyp unterschiedliche Lasertechnologien und Wellenlängen zum Einsatz – beispielsweise 532 nm KTP-Laser für oberflächliche Gefäße und 1064 nm Nd:YAG-Laser für ausgewählte tiefer liegende Gefäßstrukturen. Erfahren Sie, wie die Lasertherapie vaskulärer Hautveränderungen funktioniert, welche Indikationen mit Gefäßlasern behandelt werden können und worauf Sie bei der Auswahl eines geeigneten Lasersystems für Ihre Praxis achten sollten.


Wie funktioniert die Laser-Gefäßtherapie?

Selektive Photothermolyse – Gefäße gezielt durch Wärme verschließen

Die Laserbehandlung vaskulärer Läsionen basiert auf dem Prinzip der selektiven Photothermolyse. Dabei wird die Laserenergie gezielt von Chromophoren im Blut, insbesondere Hämoglobin, absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die thermische Wirkung führt zur Koagulation des behandelten Gefäßes. Anschließend wird die behandelte Gefäßstruktur schrittweise vom Körper abgebaut.

Entscheidend für eine selektive Gefäßbehandlung sind unter anderem Wellenlänge, Pulsdauer, Energiedichte und Spotgröße. Diese Parameter werden auf Gefäßdurchmesser, Gefäßtiefe, Lokalisation und Hauttyp abgestimmt.

Je nach Technologie können Gefäßlaser dadurch unterschiedliche vaskuläre Hautveränderungen behandeln – von feinen, oberflächlichen Teleangiektasien bis zu tiefer liegenden Gefäßstrukturen.


Ergebnisse (Vorher/Nachher)

Gesicht eines Mannes vor uns nach einer Couperosebehandlung mit Laser
Couperose-Behandlung vorher – nachher: Bei der Couperose-Behandlung werden in der Regel gute bis sehr gute Ergebnisse erreicht.
Teleangiektasien-Behandlung mit Diodenlaser der intros Medical Laser GmbH
Teleangiektasien-Behandlung – vorher nachher: Bei oberflächlichen Gefäßen und Hämangiomen sind die Ergebnisse der Gefäßbehandlung meist schon nach der ersten Sitzung sichtbar.

Vorteile

Check
gezielte Behandlung vaskulärer Läsionen auf Basis selektiver Photothermolyse
Check
verschiedene Behandlungsparameter für unterschiedliche Gefäßtypen und -tiefen
Check
Erweiterung des dermatologisch-ästhetischen Behandlungsspektrums
Check
Behandlung häufiger Selbstzahlerindikationen wie Teleangiektasien und Couperose

Die wichtigsten Infos zur Behandlung vaskulärer Hautveränderungen

Welche vaskulären Hautveränderungen kann man lasern? 

Abhängig von Lasertechnologie, Wellenlänge und individuellem Befund kommen unter anderem diese Hautveränderungen für den Laser infrage:

  • Teleangiektasien und erweiterte Gesichtsgefäße
  • Couperose
  • vaskuläre Komponenten und persistierende Rötungen bei Rosacea
  • Angiome und Spider-Naevi
  • ausgewählte Hämangiome bzw. geeignete vaskuläre Läsionen
  • Besenreiser
  • weitere oberflächliche oder tiefer liegende vaskuläre Hautveränderungen

Auf welche Wellenlängen sprechen Gefäße gut an?

Welche Wellenlänge sich für eine Gefäßbehandlung eignet, hängt unter anderem von der Tiefe und dem Durchmesser des Gefäßes, seiner Lokalisation sowie dem Hauttyp ab. Die Wellenlängen unterscheiden sich vor allem darin, wie stark sie von Hämoglobin und Melanin absorbiert werden und wie tief sie in das Gewebe eindringen.

532 nm für feine, oberflächliche Gefäße

Laserlicht mit einer Wellenlänge von 532 nm wird vergleichsweise stark von Hämoglobin absorbiert und dringt nur begrenzt in das Gewebe ein. Es eignet sich daher insbesondere für feine, oberflächlich gelegene Gefäßveränderungen wie Teleangiektasien, Couperose und ausgewählte oberflächliche Angiome. Auch bestimmte Rosacea-bedingte Gefäßveränderungen können mit dieser Wellenlänge behandelt werden.

1064 nm für tiefer liegende Gefäßstrukturen

Die Wellenlänge 1064 nm erreicht größere Gewebetiefen. Sie kann deshalb insbesondere bei ausgewählten tiefer liegenden oder größeren Gefäßstrukturen sowie bei bestimmten Besenreisern eingesetzt werden. Voraussetzung sind Behandlungsparameter, die sorgfältig auf Gefäßdurchmesser, Gefäßtiefe, Lokalisation und Hauttyp abgestimmt sind.

Unterschiedliche Wellenlängen flexibel nutzen

Da Gefäßveränderungen in unterschiedlicher Tiefe liegen und verschiedene Durchmesser aufweisen, kann die Kombination mehrerer Wellenlängen das behandelbare Spektrum erweitern. Kombinierte Laser wie der intros ELEMENT:TL stellen dafür 532 nm, 755 nm und 1064 nm in einem System bereit. So lässt sich die Wellenlänge passend zur jeweiligen Gefäßstruktur und Indikation auswählen.

Welche Vorteile hat die Laser-Gefäßtherapie in der dermatologischen Praxis?

Die Therapie vaskulärer Hautveränderungen erweitert das Behandlungsspektrum dermatologischer und ästhetisch-medizinischer Praxen um häufig nachgefragte Indikationen. Die Laser-Gefäßtherapie verbindet eine gezielte Behandlung mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Für dermatologische Praxen ergeben sich daraus mehrere Vorteile:

  • gezielte Behandlung vaskulärer Läsionen auf Basis der selektiven Photothermolyse
  • individuell anpassbare Behandlungsparameter für unterschiedliche Gefäßtypen und Gefäßtiefen
  • sinnvolle Erweiterung des dermatologisch-ästhetischen Behandlungsspektrums
  • Behandlung häufig nachgefragter Selbstzahlerindikationen wie Teleangiektasien und Couperose

 


 

Laser-Gefäßbehandlungen in der dermatologischen Praxis einführen: Welche Geräte passen?

Neben der medizinisch-technischen Eignung spielen bei der Auswahl eines Lasersystems auch Wirtschaftlichkeit, Bedienbarkeit, Service, Schulungsmöglichkeiten und das zusätzliche Indikationsspektrum eine Rolle.

Multi-Wellenlängen-Systeme können besonders für Praxen interessant sein, die mit einem Lasersystem unterschiedliche Gefäßtypen behandeln oder das Gerät zusätzlich für weitere dermatologische Indikationen einsetzen möchten.

intros unterstützt Ärzte bei der Auswahl eines geeigneten Gefäßlasers für die Praxis – von der Definition des gewünschten Behandlungsspektrums über die Produktdemonstration bis zu Einweisung, Workshops, technischem Service und Support.


FAQ

Zu den möglichen Indikationen zählen Teleangiektasien, Couperose, Angiome, Spider-Naevi, bestimmte Hämangiome und Besenreiser. Auch sichtbare Gefäße und anhaltende Hautrötungen, die im Zusammenhang mit Rosacea auftreten, können je nach Befund für eine Laserbehandlung infrage kommen.

Quelle: intros Medical Laser

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